Brasilien ist ein Land voller Attraktionen. Neben architektonischen Sehenswürdigkeiten gibt es auch phantastische Naturerlebnisse und traumhafte Strände. Doch auch die Menschen selbst sind eine Attraktion.

Rio – Zuckerhut, Copacabana und Ipanema

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Brasilien gehört natürlich der Zuckerhut in der zweitgrößten Stadt Brasiliens, Rio de Janeiro. Er ist das Wahrzeichen der Millionenstadt und wurde von den indianischen Ureinwohnern bereits Zuckerbrot genannt. Ein kleines Missverständnis der Portugiesen brachte dem Berg schließlich den Namen Zuckerhut ein. Mit knapp 400 Meter wacht er über die Bucht von Guanabara. Man kann mit einer Seilbahn auf den Berg fahren und die herrliche Aussicht genießen. Die Drahtseilbahn wurde um 1912 gebaut und einer der bekanntesten Mitfahrer war James Bond in dem Film „Moonraker“. Ein besonderes Erlebnis ist der Sonnenuntergang auf dem Zuckerhut. Es gibt wohl kaum einen bekannteren Strand auf der Welt. Direkt am Atlantischen Ozean gelegen, ist es von der Stadt zum Strand ein Katzensprung. Die Copacabana ist rund vier Kilometer lang und halbmondförmig. Sie verfügt über eine breite Promenade, die die Abgrenzung zur Hauptstraße und zur Stadt bildet und die zum Flanieren einlädt. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts lebten hier viele Künstler und Bohemiens und verhalfen dem Strand zu Weltruhm. Das Wasser hier ist ruhig und klar im Gegensatz zum eher wilden Wellenspiel am Strand von Ipanema, der ebenfalls Weltruhm genießt. An den Stadtstränden von Rio treffen sich die Schönen und Sportlichen und bieten somit einen herrlichen Ausblick auf die besonderen Sehenswürdigkeiten in Brasilien: Die Menschen selbst und ihr Lebensgefühl.

Iguazu-Wasserfälle und der Amazonas

Die Wasserfälle von Iguazú liegen an der Grenze zu Argentinien. Bis zu 270 große und kleine Wasserfälle, mit einer imposanten Fallhöhe bis zu über 80 Metern, stürzen verteilt auf eine Breite von knapp drei Kilometern in die Tiefe und bieten ein eindrucksvolles Naturschauspiel. Je nach Jahreszeit und dem Wasserstand des gleichnamigen Flusses handelt es sich um kleine Bäche oder tosende Wasserkaskaden. Die Wasserfälle liegen in einem 2000 km² großen argentinisch-brasilianischen Naturpark. Im Jahre 1986 wurden sie von der UNESCO 1986 zum Weltnaturerbe erklärt. Durch den ständigen feinen Wassernebel gibt es hier eine einzigartige Flora und Fauna. Es gibt Kaimane, Wasserschweine, Jaguare, Affen und Waschbären. Dazu eine Vielzahl verschiedener Vogelarten, wie Kolibris und Papageien, aber auch riesengroße, Schmetterlinge, die in allen Farben schillern und prächtige Orchideen.

Der Amazonas ist der wasserreichste Fluss der Welt. Er fließt auf einer Länge von 6.400 Kilometern von seiner Quelle in den peruanischen Anden bis zu seiner Mündung in den Pazifischen Ozean. Mehr als 10.000 kleinere Flüsse und Bachläufe münden auf dieser Strecke in den Amazonas. Aus diesem Grund ist er der zentrale Transportweg Brasiliens. Bis heute gibt es Städte, die nicht über eine Straßenverbindung erreichbar sind, sondern einzig über den Amazonas. Unglaublich, aber wahr: Es gibt keine Eisenbahnbrücke über den Fluss. Im Amazonasgebiet findet man atemberaubende Regenwälder mit einer unglaublichen Tier- und Pflanzenvielfalt. Im Fluss selbst leben Delphine, Schildkröten und über 1.500 verschiedene Fischarten. Auch die gefährlichen Piranhas sind hier zu finden. Ebenso die größte Flussinsel der Welt. Marajo ist halb so groß wie die Schweiz und wird hauptsächlich zur Zucht von Wasserbüffeln genutzt.

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- Michael Dunker ist Journalist, Fotograf, Unternehmer und Reisender. Sein Basecamp hat er in Hamburg aufgeschlagen, wenn er nicht gerade irgendwo in der Welt für neuen Videotrips-Stoff sorgt...

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